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Die US-Inflationsdaten liefern den Bären eine Steilvorlage

Veröffentlicht am 14.02.2024, 10:31
Aktualisiert 14.05.2017, 12:45

Die Anleger hatten sich mehrheitlich erhofft, dass die Inflation in den USA Anfang des neuen Jahres 2024 endlich ein neues zyklisches Tief erreicht. Nachdem die Jahresrate im Juni des vergangenen Jahres mit +3,0 % ihr bisheriges Tief markierte, verharrte sie seitdem oberhalb dieser Marke. Und im Dezember gab es sogar noch einmal einen recht kräftigen Anstieg auf +3,4 %, von 3,1 % im November. Wäre es nach der Mehrheit der Experten gegangen, hätte sich die Abwärtsbewegung, die nach dem Hochpunkt vom Juni 2022 (+9,1 %) begann, zum Jahresbeginn 2024 mit einem Rückgang auf +2,9 % fortgesetzt. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen gab die Inflationsrate laut heutigen Daten nur auf 3,1 % nach.

Was aber fast noch schlimmer ist: Die Kernrate gab nicht weiter nach, sondern verharrte auf dem Dezemberwert von +3,9 % (Erwartung: +3,7 %) und liegt damit immer noch fast doppelt so hoch wie das Ziel der US-Notenbank von 2 %.

Nun wird auch der Mai-Termin zunehmend unwahrscheinlich

Trotz der historisch schnell gestiegenen Leitzinsen kommt die US-Notenbank somit seit Oktober bzw. sogar Juni 2023 kaum mehr vorwärts im Kampf gegen die zu hohe Teuerung. Und daher wird sie sicherlich nicht nur einen einzelnen Inflations-Wert unter der Marke von 3 % sehen wollen, sondern wieder einen klaren Trend in Richtung 2 %. Eine Leitzinssenkung durch die Fed ist daher im März unwahrscheinlich. Uns selbst ein erster Schritt im Mai ist kaum mehr realistisch. Er wird aktuell auch nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 37,6 % erwartet (siehe folgende Grafik), nachdem es am vergangenen Freitag noch 54,7 % waren (siehe „Der Rentenmarkt erscheint deutlich rationaler als der Aktienmarkt“).


(Quelle: CME Group (NASDAQ:CME))

Anleger wurden auf dem völlig falschen Fuß erwischt

Angesichts der immer noch überzogenen Zinssenkungserwartungen wurden viele Anleger dadurch auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Am Aktienmarkt kam es zu deutlichen Kurseinbrüchen. Der Dow Jones verlor zum Beispiel binnen Sekunden mehr als 200 Punkte und gab danach in moderaterem Tempo, aber sehr kontinuierlich weitere 300 Zähler nach. Der Nasdaq 100 verlor zwar in absoluten Zahlen weniger stark, prozentual ließ er mit einem Kursrutsch von mehr als 1,4 % aber in etwa gleich viele Federn.

Vorgestern hatten die US-Indizes allerdings noch neue Rekordhochs markiert. Daher wurden durch die gestrigen Kursverluste nur bedingt nennenswerte bearishe Signale gesendet. Anders sieht es beim DAX aus:

DAX: Was nicht steigt, fällt

Dem deutschen Leitindex war es in den vergangenen Tagen und Wochen nicht gelungen, deutlich weiter zuzulegen. Alle Versuche, über die psychologisch wichtige Marke von runden 17.000 Punkten auszubrechen, entpuppten sich als Fehlsignale (siehe rote Bögen im folgenden Chart). Und daher ist der DAX mit dem gestrigen Kursrutsch auch schon auf das niedrigste Niveau seit Anfang Februar gefallen.

Ein flacher Aufwärtstrendkanal, der sich seit dem 24. Januar ausgebildet hat (grün), wurde damit nach unten verlassen. Und bei einer Kurserholung blieben die Kurse unterhalb des gebrochenen Trendkanals. Daher liegt hier nun – im Gegensatz zu den US-Indizes, aber auch zum Beispiel zum Euro STOXX 50 – bereits ein sehr bearishes Signal im kurzfristigen Bereich vor.

US-Indizes rutschen unter wichtige Niveaus zurück

Wobei man im sehr kurzfristigen Bereich auch die gestrigen Kurseinbrüche bei den US-Indizes schon recht bearish werten kann. Denn in den vergangenen Tagen konnte vor allem der Dow Jones nur noch relativ kleine Kursgewinne erzielen. Und daher fallen die gestrigen Kursverluste relativ üppig aus. Durch diese wurden auch bei den US-Indizes Aufwärtstendenzen verlassen.

Der Nasdaq 100 war zum Beispiel erst am Mittwoch vergangener Woche über das Hoch vom 24. Januar ausgebrochen (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart), nachdem dies seit Anfang Februar in drei Anläufen zuvor nicht nachhaltig gelungen war. Doch dieser Ausbruch hat sich mit dem gestrigen Kursrutsch als Bullenfalle entpuppt.


(erstellt mit: comdirect.de)

Noch schlimmer sieht es für den Dow Jones aus:


(erstellt mit: comdirect.de)

Zwei Mal endete hier ein klarer Ausbruch über das Hoch vom 2. Februar als Bullenfalle (rote Ellipsen). Und mit dem gestrigen Kursrutsch brach der Dow Jones diverse Aufwärtstrendlinien und landete auch wieder unter dem Hoch vom 31. Januar. Damit hat auch dieser Index seine Aufwärtstendenz im kurzfristigen Bereich verlassen.

So müssen die Bären nun nachlegen

Es fehlt aber noch die Bestätigung der einzelnen bearishen Signale. Denn die übergeordneten Aufwärtstendenzen und Aufwärtstrends sind noch vollkommen intakt. Und die US-Indizes hatten in den vergangenen Tagen und Wochen immer mal wieder verhältnismäßig stark zurückgesetzt, die Kursverluste konnten aber stets recht schnell wieder aufgeholt werden. Beim Nasdaq 100 war das auch gestern wieder der Fall. Daher muss man nun erst einmal abwarten, wie nachhaltig die aktuellen Rücksetzer sind und ob sie noch weitere bearishe Signale nach sich ziehen.

Eine solche Bestätigung wäre erstens ein gestriger Handelsschluss nahe der Tagestiefs. Und zweitens sollten sich daran heute Kursverluste anschließen, im Idealfall durch eine Tageskerze mit langem Kerzenkörper. Zumindest sollten sich die Kurse heute nicht direkt wieder erholen. Dann könnten die nächsten kräftigen Kursverluste auch „erst“ am Donnerstag einsetzen. Danach hätten es die Bullen zumindest schwer, neue bullishe Signale zu generieren.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

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