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Ein neuer Treiber für Gold?

Veröffentlicht am 01.02.2024, 16:56
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Ein neuer Bericht von BMO Capital Markets stellt die These auf, dass der Preis des edlen Metalls nicht länger von den Realzinsen bestimmt wird. Was könnte an die Stelle dieses Faktors getreten sein? Ich denke, dass ich Ihnen die Antwort darauf geben kann.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA ist im 4. Quartal 2023 vor allem dank des starken Weihnachtsgeschäfts mit 3,3 % stärker gewachsen als prognostiziert. Die Daten machen eines deutlich: Der Federal Reserve ist eine weiche Landung gelungen. Zugleich werfen sie aber auch Fragen über den Zeitpunkt der nächsten Schritte der Fed und darüber auf, wo Investoren ihr Kapital anlegen sollten.

Es sieht so aus, als ob die Wirtschaft ein neues Kapitel aufgeschlagen hat, und die Daten scheinen diese Einschätzung zu bestätigen. Der Pivot des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell hin zu einer milderen Geldpolitik Ende letzten Jahres nährte die Hoffnung, dass die Tage der himmelhohen Zinsen gezählt sein könnten. Unterstützt wird diese Erwartungshaltung durch die Umfrage der Federal Reserve Bank of New York zu den Verbrauchererwartungen, wonach die Inflationserwartungen der Amerikaner auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen sind. Laut der University of Michigan ist die Verbraucherstimmung auf den höchsten Stand seit Juli 2021 gestiegen. Insgesamt stieg die Konsumentenstimmung im Dezember und Januar um 29 %, der größte Zuwachs über zwei Monate seit 1991.

Index der Verbraucherstimmung

Auch in der Geschäftswelt herrscht eine positive Stimmung. Der vorläufige Composite PMI für Januar zeigt die stärkste Wachstumsrate der US-Produktion seit sieben Monaten und signalisiert ein lebhaftes Geschäftsumfeld. Vor allem die Hersteller blicken zunehmend zuversichtlicher auf die künftige Produktion - die beste Stimmung seit Mai 2022.

Vor diesem Hintergrund passt der Markt seine Zinssenkungserwartungen an. Laut dem CME FedWatch Tool besteht nun eine 88%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen im Mai dieses Jahres auf 4,75% bis 5,25% senken wird und nicht, wie zuvor prognostiziert, im März.

Warum Gold in einer starken Wirtschaft mit hohen Zinsen beliebt ist

Interessanterweise empfehlen mehrere Investmentprofis Gold, obwohl sich die Wirtschaftsaussichten aufgehellt haben. Das mag paradox klingen, zumal die Zinsen immer noch über 5 % liegen und die Börsen ein Allzeithoch erreicht haben. Die Analysten von JPMorgan (NYSE:JPM) glauben, dass das Edelmetall in diesem Jahr von Zinssenkungen und einer Rückkehr der Investmentnachfrage profitieren wird. XIB Asset Management, der kanadische Hedgefonds, der in den ersten beiden Jahren der Pandemie um mehr als 200 % zulegte, setzt nun darauf, dass Gold und Uran bei niedrigeren Zinsen besser abschneiden werden.

"Gold und andere Rohstoffwerte haben sich traditionell in den nächsten Phasen des Kreditzyklus gut entwickelt", erklärte Sean McNulty, einer der Gründer von XIB, laut Bloomberg in einer E-Mail an seine Kunden.

Die UBS (SIX:UBSG) gibt die Empfehlung, Gold zu kaufen, wenn es unter 2.000 USD pro Unze sinkt. Laut der Schweizer Bank wird das gelbe Metall bis zum Jahresende auf bis zu 2.250 USD pro Unze steigen, da die lockere Geldpolitik Druck auf den US-Dollar und die Realzinsen ausübt, was die Nachfrage - insbesondere nach goldgedeckten ETFs - ankurbeln würde. Nach drei aufeinanderfolgenden Jahren mit Mittelabflüssen aus ETFs erwartet die UBS eine Trendwende hin zu Mittelzuflüssen, was zu einem nachhaltigen Preisanstieg bei Gold führen könnte.

Vergleich der Goldbestände

Ein neuer Treiber für den Goldpreis?

Wie oben bereits erwähnt, stellt BMO diese traditionelle Sichtweise in Frage und ist der Meinung, dass sich die Beziehung zwischen Gold und Realzinsen abgeschwächt hat. In einem Bericht mit dem Titel "New Drivers for a New Gold Era" schreibt der BMO-Rohstoffanalyst Colin Hamilton, dass die Korrelation zwischen Gold und Realzinsen, über die ich oft geschrieben habe, "nicht mehr funktioniert". Die Korrelation sei während der starken Fluktuationen der Realzinsen im Jahr 2022 zusammengebrochen und habe sich nicht mehr erholt.

Aber wenn die Zinssätze keine Rolle mehr spielen, was bedeutet das für die Investitionen? Nach Hamilton ist das Bestreben der Schwellenländer, sich durch den Aufbau von Goldreserven vom US-Dollar abzukoppeln, der wichtigste Treiber für das Metall.

Dabei spielt China eine besonders wichtige Rolle. Die chinesische Zentralbank (People's Bank of China, PBoC) ist mittlerweile der unangefochtene Spitzenreiter bei den Goldkäufen und hat seit November 2022 ununterbrochen gekauft. Im vergangenen Jahr kündigte die Bank eine Aufstockung ihrer Goldreserven um 225 Tonnen an, die sich Ende Dezember auf 2.235 Tonnen beliefen. Nach Angaben des World Gold Council (WGC) macht das gelbe Metall inzwischen 4,3 % der offiziellen Devisenreserven Chinas aus.

Mike McGlone von Bloomberg formulierte es kürzlich so: "Ein Hauptgrund dafür, dass [Gold] so stabil geblieben ist, ist, dass die tiefsten Taschen auf dem Planeten - die Zentralbanken - ihre Bestände in einem halsbrecherischen Tempo aufbauen."

Goldreserven der Volksrepublik China

Darüber hinaus war 2023 für viele chinesische Investoren ein besonders schwieriges Jahr, in dem die Aktienkurse das dritte Jahr in Folge fielen. Berichten zufolge erwägt die Regierung ein Rettungspaket für den Aktienmarkt in Höhe von zwei Billionen Yuan (rund 278 Mrd. USD), aber ähnliche Käufe im Jahr 2015 haben den Markt nicht sofort beleben können.

Umfragen zeigen, dass die chinesischen Haushalte kein Vertrauen in die Wirtschaft haben und mehr sparen und weniger in den Aktienmarkt investieren wollen. Hamilton zufolge korreliert der Anteil der chinesischen Haushalte, die mehr Bargeld halten, stark mit dem Goldpreis in Yuan, der 2023 neue Höchststände erreichte, während der chinesische Aktienindex CSI 300 auf ein Fünfjahrestief fiel.

Goldpreis in Yuan vs CSI 300

In Anbetracht dieser Dynamik könnte das größte Abwärtsrisiko für den Goldpreis in diesem Jahr von einem Wiederaufleben des Risikoappetits in China ausgehen, z.B. durch eine Rallye an den Aktienmärkten. BMO und Hamilton gehen jedoch davon aus, dass die Käufe der Zentralbanken und die Investitionen der privaten Haushalte die Märkte noch mehrere Jahre beschäftigen werden.

Vor diesem Hintergrund ist Gold nicht nur ein sicherer Hafen in unsicheren Zeiten, sondern auch ein strategischer Vermögenswert in einer sich weiter diversifizierenden Weltwirtschaft.

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Der Survey of Consumer Expectations wird von der Federal Reserve Bank of New York durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine landesweit repräsentative, internetbasierte Umfrage unter einer rotierenden Stichprobe von etwa 1.300 Personen, die für die Ausgaben ihrer Haushalte verantwortlich sind. Das University of Michigan Consumer Sentiment (MCSI) ist eine monatliche Umfrage, die misst, wie optimistisch die Verbraucher die Wirtschaft, ihre Finanzen sowie die Geschäfts- und Einkaufsbedingungen einschätzen. Ein Einkaufsmanagerindex (EMI) ist ein umfragebasierter Wirtschaftsindikator, der einen zeitnahen Einblick in die sich verändernden wirtschaftlichen Bedingungen geben soll. Der CSI 300 Index ist ein nach Streubesitz gewichteter Index, der sich aus 300 A-Aktien zusammensetzt, die an den Börsen von Shanghai oder Shenzhen notiert sind.


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