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In den USA trat die Wirtschaft im Juli und August unter dem Strich auf der Stelle. Das teilte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht „Beige Book“ mit. Im Detail haben 5 Bezirke ein leichtes bis moderates Wachstum gemeldet, während 5 weitere Bezirke über eine geringe bis mäßige Abschwächung berichteten.
Auch der Ausblick blieb im Allgemeinen düster. Die Nachfrage dürfte sich in den nächsten 6 bis 12 Monaten abschwächen, hieß es weiter in dem Bericht. Immerhin habe es aber auf dem Arbeitsmarkt in fast allen Bezirken eine moderate Entspannung gegeben. Und das Preisniveau sei zwar insgesamt hoch geblieben, in 9 Bezirken habe sich die Beschleunigung der Teuerung aber zumindest verringert. Dennoch erwarten die meisten im Rahmen des Konjunkturberichts befragten Wirtschaftskontakte, dass der Preisdruck bis mindestens Ende des Jahres anhalten werde.
Angesichts dieser Aussichten für die US-Wirtschaft überrascht die enorme Stärke des US-Dollar fast ein wenig. Doch lässt sich diese recht einfach erklären – insbesondere mit drei Faktoren:
Besonders stark zeigt sich die Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Jüngst ist der Wechselkurs USD/JPY wieder in einen fahnenstangenartigen Anstieg gegangen (siehe dunkelgrünes Rechteck im folgenden Chart).
Dabei hatte der Dollar zuvor schon zwei Mal im laufenden Jahr äußerst kräftig gegenüber dem Yen zugelegt (hellgrüne Rechtecke).
Darüber hatte ich auch schon berichtet, unter anderem in der Börse-Intern-Ausgabe vom 14. Juni. Schon damals zeigte sich die japanische Regierung besorgt über die Yen-Schwäche. Und nachdem sich der Yen am Dienstag zum ersten Mal seit August 1998 auf mehr als 141 je Dollar abschwächte, bezeichnete Finanzminister Shunichi Suzuki (TYO:7269) die starken Kursbewegungen als „unerwünscht“. Die zunehmenden Schwankungen am Devisenmarkt würden nun mit „großer Dringlichkeit“ beobachtet.
„Es ist wichtig, dass sich die Währungen stabil bewegen und die wirtschaftlichen Fundamentaldaten widerspiegeln“, sagte Suzuki vor Journalisten. Exakt dasselbe hatte Kabinettschef Hirokazu Matsuno allerdings auch schon am 13. Juni auf einer Pressekonferenz gesagt, wie in der Börse-Intern-Ausgabe vom 14. Juni berichtet. Daher stellt sich die Frage, wie lange noch tatenlos zugeschaut wird bzw. was die Japaner eigentlich unternehmen können bzw. wollen.
Finanzminister Suzuki sagte dazu lediglich auch noch, Tokio werde bei Bedarf „angemessene“ Maßnahmen ergreifen. Man darf gespannt sein. Zuletzt hat Japan im Juni 1998 durch den Verkauf von Dollar und den Kauf von Yen auf dem Devisenmarkt interveniert.
Wie Sie vielleicht noch wissen, lauere ich nur auf eine neue Chance für eine Short-Position auf den USD/JPY. In der Börse-Intern-Ausgabe vom 5. August hatte ich zuletzt berichtet, dass ein Short-Versuch auf Einstiegskurs ausgestoppt wurde. Seitdem ist der Wechselkurs von 135,333 auf 142,524 Yen um weitere 5 % gestiegen. Die „Fallhöhe“ ist also nun noch größer. Denn der Chart zeigt jetzt ein noch stärker überkauftes Bild als bereits nach den ersten beiden rasanten Kursanstiegen des laufenden Jahres.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
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