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Kaffee, Zucker und Kakao: Kommt jetzt die Rallye?

Von Investing.com (Barani Krishnan/Investing.com)Rohstoffe20.09.2018 09:31
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Kaffee, Zucker und Kakao: Kommt jetzt die Rallye?
Von Investing.com (Barani Krishnan/Investing.com)   |  20.09.2018 09:31
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Der Artikel von Barani Krishnan für Investing.com erschien am Donnerstag, dem 20. September 2018, im Original unter dem Titel 'Sugar, Coffee Seen Joining Cocoa In Q4 Rally As Prices, Demand Turn'.

Zucker und Arabica-Kaffee scheinen sich anzuschicken, sich zur Spitze des Marktes dem Kakao zugesellen zu wollen. Diese mögliche Rallye im vierten Quartal würde einsetzen, als das Abwärtspotential sich erschöpft hat und gerade vor den Feiertagen am Jahresende, zu denen in aller Welt die Nachfrage nach solchen Agrarprodukten steigt.

“Tiefe Preise heilen tiefe Preise und ich glauben, wir haben die Jahrestiefs für Zucker und Arabica-Kaffee hinter uns,” sagt James Cordier, Gründerbroker und Analyst für Agrarrohstoffe bei Optionsellers.com in Tampa, in Florida. Und weiter:

“Kakao hatte in den vergangenen Monaten eine hübsche Rallye hingelegt und wir sehen ihn nicht weiter ansteigen, aber wir sehen Zucker und Kaffee als gute Anlagen zwischen jetzt und dem vierten Quartal.”

Cocoa Weekly
Cocoa Weekly

Kakao war bisher in 2018 der am besten gelaufene Rohstoff am Markt und hat seit Jahresgewinn 16% zugelegt.

Im Fall von Zucker hat der am stärksten gehandelte Kontrakt für Oktober in New York mehr als 9% an Wert gewonnen, nachdem er vor einem Monat auf ein 10-Jahrestief von unter 10 US-Cent das Pfund gefallen war, wobei Chartsignale, die extrem überverkaufte Konditionen anzeigten, geholfen haben.

Zucker in der Nähe von 2-Monatshoch

Sugar Weekly
Sugar Weekly

Während der Referenzkurs vom Mittwoch von 10,76 das erste positive Sitzungsende an vier Handelstagen für Oktober-Zucker markiert, hat der Kontrakt seit dem 19. August vier Wochen in Folge an Wert gewonnen. Der Gipfel war ein Zweimonatshoch von 11,80, das letzte Woche erreicht worden war.

Der technische Ausblick von Investing.com für den Oktober-Kontrakt auf Zucker ist gemischt. Der stärkste Widerstand nach Fibonacci Niveau 3 wird bei 10,92 gesehen—was bedeutet, dass der Kontrakt um weitere ein bis zwei US-Cent steigen könnte. Mike Seery von Seery Futures aus Plainfield, Illinois, sagt, dass Zucker über seinem Mittel der letzten 20 Tage liegt aber unter der 100-Tagelinie, was zu einem uneinheitlichen Trend führt.

“Es sieht für mich danach aus, dass ein ‘V’ förmiger Boden gebildet wurde, als der Kurs am 22. August ein Tief von 9,91 USD erreichte,” schrieb Seery in einem Kommentar und fügte hinzu, dass “all die schlechten Marktdaten schon im Preis reflektiert” seien.

Shawn Hackett von Hackett Financial Advisors aus Boca Raton, Florida, sagt, dass der dramatische Rückgang der EU-Zuckerrübenernte wegen der Dürre auch eine Erholung der Preise von ihrem August-Tiefs auslöste. Eine gesunkene Anbaufläche und die starke Verwendung von Zucker für die Ethanolherstellung gaben dem Preis weitere Unterstützung.

Aber Hackett merkte auch an, dass die starke Rallye im letzten Monat auch eine Warnflagge ist, da “normalerweise der Kurs seine Tiefs nach einem anfänglichen bedeutsamen Tief erneut testet”. Er forderte die Bullen dringlich auf, wegen eines möglichen Rückschlags in den kommenden Wochen vorsichtig zu sein.

Cordier war optimistischer und sagte er erwarte, dass Zucker für März, den einige Händler als Benchmark gegenüber dem Oktober-Kontrakt bevorzugen, in den nächsten drei Monaten über 13 US-Cent steigen könnte, nachdem der Referenzkurs am Mittwoch auf 11,64 US-Cent gelegen hatte. “Ich denke, dass wenn wir eine Rallye auf 13 Cent bekommen werden, dann wäre das eine ziemlich gute Preisentwicklung, bedenkt man, dass sowohl das Angebot als auch die Nachfrage aus Indien kommen werden,” meinte er.

Feiertage sichern die Nachfrage

Das vierte Quartal ist für gewöhnlich der Zeitraum, in dem in Indien der meiste Zucker verbraucht wird. Das Land ist nach Brasilien der zweitgrößte Produzent des Süßstoffs. Eine Reihe von religiösen und anderen Festen über die nächsten zwei Monate hin wird zu einer gewaltigen Nachfrage nach Süßigkeiten und anderen Delikatessen vor allem im hinduistischen Indien sorgen. Die Festsaison beginnt im Oktober mit “Navarathiri,” einer neuntägigen Feier zu Ehren der drei Göttinnen Durga, Saraswati und Lakshmi und erreicht ihren Höhepunkt Ende November mit dem “Diwali” oder dem Festival der Lichter.

In der westlichen Welt bringen unterdessen Thanksgiving, Hanukkah, Weihnachten und Silvester/Neujahr ebenfalls einen erhöhten Konsum von Zucker mit sich, da viel Schokolade und süße Backwaren gegessen und verschenkt werden. Kaffeehäuser wie Starbucks (NASDAQ:SBUX), Retail Food Groups (AX:RFG) Gloria Jean’s und Whitbreads (LON:WTB) Costa haben bekanntermaßen einige ihrer höchsten Umsatztage im vierten Quartal.

Für Kaffee erwartet Cordier, dass der Märzkontrakt auf Arabica bis Jahresende die 1,15 USD das Pfund erreichen wird, nachdem der Kontrakt den Handel am Dienstag zu 1,0005 USD abgeschlossen hatte.

Coffee Weekly
Coffee Weekly

Der technische Tagesausblick auf Investing.com sieht den am stärksten gehandelten Kontrakt für Dezember allerdings als “Stark Verkaufen”. Dieser wurde zuletzt zu 0,967 USD gehandelt. Unmittelbare Kursziele gibt es derzeit keine.

Anbaubedingungen und brasilianische Währung sind gut für Kaffee

Mal abgesehen von der anscheinenden Bodenfindung der Kaffeepreise und der Nachfrage am Jahresende könnte die Produktion von Arabica Cordier zufolge, von jetzt bis ins Jahr 2020 hinein stetig sinken.

“Was beim Kaffee jetzt passiert ist, dass viele Bauern in Brasilien, Kolumbien, den Honduras und Guatemala kein Geld für Dünger haben oder die Bäume jetzt stutzen und andere Pflegearbeiten vornehmen, die in Zukunft gute Ernten sichern werden.”

Cordier weiter: “Die Frage ist ‘Werden Sie diesen Berg hochsteigen und Kaffeebohnen pflücken, wenn Sie wissen, dass Sie damit Geld verlieren werden? Nein?’ Dann werden wir im kommenden Jahr und im nächsten eine sinkende Produktion haben.”

Hackett sagt, die Möglichkeit einer Rallye des brasilianischen Reals könnte ebenfalls auf kurze Sicht den Kaffeepreis erhöhen. “Kaffee wurde von dem Kollaps des brasilianischen Reals und den sinkenden Währungen von Schwellenländern generell nach unten gedrückt. Als in Brasilien im Oktober gewählt werden soll, könnte die Aussicht auf eine Kehrtwende beim Real zu einer besseren Verfassung die Short-Spekulanten zum Ausstieg veranlassen.”

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