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Nach Fed-Zinserhöhung: Teil der Zinskurve invertiert sich - USA droht Rezession

Wirtschaft 16.03.2022 20:28
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© Reuters.

Investing.com - Mit der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell hat sich ein Teil der US-Zinskurve invertiert - ein Signal dafür, dass die US-Wirtschaft bereits im nächsten Jahr in eine Rezession fallen könnte.

So sank der Spread von fünfjährigen und zehnjährigen US-Renditen auf 2 Basispunkte unterhalb der Inversionslinie, während sich die Differenz von zweijährigen und zehnjährigen US-Zinspapieren dieser auf bis zu 21 Basispunkte angenähert hat.

Die letztgenannte US-Zinskurve gilt als ein zuverlässiges Barometer dafür, wie es der Wirtschaft geht. Sobald die Zinskurve invertiert, steht ein Sturm ins Haus. So zeigt es zumindest die Vergangenheit. Schließlich hat eine Umkehrung der Zinskurve bisher jeder Rezession in den letzten 50 Jahren vorhergesagt.

Eine Inversion der zwei- und zehnjährigen US-Renditen im Jahr 2000 hatte die US-Rezession und das Platzen der Dotcom-Blase im darauffolgenden Jahr präzise vorhergesagt. Die Rezession 2008 wurde durch eine Umkehrung der Zinskurve im Jahr 2006 angedeutet.

Goldman Sachs (NYSE:GS) hatte zuletzt die Erwartung geäußert, dass die US-Wirtschaft bereits im nächsten Jahr in eine Rezession zu fallen droht. Die Wahrscheinlichkeit für ein Eintreten eines solchen Szenarios schätzen die Goldmänner auf 20 bis 35 Prozent, basierend auf deren Modellen, die sich an dem Verlauf der Zinskurve orientieren.

Die Federal Reserve hat auf ihrer heutigen Sitzung zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie ihren Leitzins angehoben. Die neue Zielspanne der Fed Funds bewegt sich nun in einem Korridor von 0,25 bis 0,50 Prozent. Auf jeder der noch ausstehenden sechs Fed-Sitzungen in diesem Jahr könnte man die Zinsen um je 0,25 Prozentpunkte erhöhen, so FOMC-Chef Powell. Damit läge die Fed Funds Rate am Ende des Jahres bei zwei Prozent. Grund dafür sei die hohe Inflation, die zuletzt mit fast acht Prozent einen vierzigjährigen Höchststand erreicht hatte.

Die Fed hat zwar den Lift-off gewagt, doch angesichts der Gefahr einer drohenden Rezession im Jahr 2023 könnte der nun begonnene Zinserhöhungszyklus früher an sein Ende kommt, als es derzeit noch vielfach erwartet wird. Das würde auch erklären, warum Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 nach der Leitzinserhöhung deutlich zulegen konnten.

Nach Fed-Zinserhöhung: Teil der Zinskurve invertiert sich - USA droht Rezession
 

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Kommentare (4)
17.03.2022 9:01
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Eine Null streichen!!
Mike Prousa
Mike Prousa 16.03.2022 22:13
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Die Höhe Liquidität haben aber die Notenbanken künstlich geschaffen. Steigen die Zinsen können die ersten Hochverschuldeten Ihre Zinsen vielleicht nicht mehr bezahlen oder müssen soviel Geld für Zinsen aufbringen das man sich andere Sachen nicht mehr leisten können. Somit weniger Konsum. So beginnen Rezessionen.
Marcello Hero
Marcello Hero 16.03.2022 22:13
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Viele haben Zinsbindungen von 20 J abgeschlossen. So schnell wird die Rezession nicht kommen
Ernst Ingeldom
Ernst Ingeldom 16.03.2022 22:13
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Marcello Hero neue finanzierungen werden schwieriger und teurer und weniger
Adrian Fürstenberg
Adrian Fürstenberg 16.03.2022 22:09
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Unsere Großeltern hatten auch schonmal eine Megaliqiditat, nur hat's denen nichts gebracht weil das Geld das Papier nicht wert war auf denen es Gedruckt würde, ich hoffe nur das wir von solch extremen verschont werden...
Ed Barner
Ed Barner 16.03.2022 21:09
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Bei der vorhandenen, historisch hohen Liquidität halte ich eine Rezession für ausgeschlossen.
Daniel Nu
Daniel Nu 16.03.2022 21:09
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Welche Liquidität ? Das ist alles heiße Luft
Michael Damm
Michael Damm 16.03.2022 21:09
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Das hab ich mich auch gerade gefragt... Wann haben wir nochmal mit echtem Geld Monopoly spielen können? 🤣
 
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