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Stabile Benzinpreise von 3,50 USD pro Gallone in den USA trotz saisonaler Schwankungen
Ausgleichende Faktoren wie geringere globale Ölnachfrage, steigende Zinsen und Produktionskürzungen seitens Saudi-Arabien halten den Ölpreis stabil
Potenzielle Einflüsse auf die Benzinpreise in den kommenden Monaten durch Stürme und die chinesische Wirtschaftstätigkeit
Bei den Benzinpreisen in den Vereinigten Staaten ist in diesem Sommer ein ungewöhnliches Phänomen aufgetreten. Der nationale Durchschnitt des Preises für eine Gallone Benzin hat sich kaum bewegt. Laut der Plattform GasBuddy bewegen sich die Preise seit April innerhalb einer gewissen Bandbreite, sind aber seit dem Feiertag am 4. Juli atypisch stabil bei 3,50 Dollar pro Gallone geblieben.
In der Regel steigen die Benzinpreise in den Sommermonaten, weil die Herstellung der Sommermischungen teurer ist und die Nachfrage aufgrund der stärkeren Reisetätigkeit höher ist. Patrick DeHaan, Leiter der Erdölanalyse bei GasBuddy, sieht den Grund für diese ungewöhnliche Preisstabilität darin, dass sich die Kräfte, die die Preise normalerweise nach oben oder unten treiben, gegenseitig aufheben.
Einerseits drücken die geringer als erwartet ausgefallene weltweite Ölnachfrage und die höheren Zinssätze die Ölpreise nach unten. Auf der anderen Seite lassen die einseitigen Förderkürzungen Saudi-Arabiens um 1 Mio. bpd im Juli und August die Ölpreise steigen. Diese Konstellation hat dazu geführt, dass die Ölpreise relativ stabil im Bereich der mittleren bis niedrigen 70-USD-Marke geblieben sind.
Die vergangene Woche ist ein gutes Beispiel dafür, wie Themen wie höhere Zinsen dazu führen, dass die Preise nicht auf Nachrichten reagieren, die sie normalerweise in die Höhe treiben würden. Am 6. Juli meldete die EIA, dass die Ölreserven in den USA aufgrund der starken Nachfrage der Raffinerien um 500.000 Barrel mehr zurückgegangen sind als erwartet.
Diese Entwicklung ergab sich, nachdem die US-Benzinbestände in der Vorwoche um 2,5 Mio. Barrel gesunken waren, während Ölmarktbeobachter nur 1,4 Mio. Barrel einkalkuliert hatten.
Normalerweise würden solche Daten die Öl- und Benzinpreise in die Höhe treiben. Dieses Mal fiel der Bericht jedoch mit der Meldung der Fed zusammen, dass sie eine weitere Zinserhöhung in Betracht zieht. Die damit einhergehende potenzielle Verlangsamung der Wirtschaft neutralisierte die positive Botschaft des EIA-Berichts, so dass die Ölpreise am Ende etwas niedriger notierten.
Es besteht immer die Möglichkeit, dass ein Sturm an der Golfküste die Ölförderung, den Transport oder die Raffination unterbricht.
Das Ergebnis wäre ein vorübergehender Anstieg der Öl- und Benzinpreise, bis diese Probleme gelöst sind. Wenn kein Wetterereignis eintritt, ist Patrick DeHaan jedoch skeptisch, was die Entwicklung der Benzinpreise angeht:
„Wir nähern uns dem Ende des Sommers, daher wird die schwache Nachfrage stärker ins Gewicht fallen, was zu niedrigeren Preisen im Herbst führen dürfte.“
Die Benzinpreise sind im Herbst bei nachlassender Nachfrage tendenziell rückläufig. Diese Entwicklung könnte in diesem Jahr durch Wartungsarbeiten an Raffinerien und eine steigende weltweite Ölnachfrage ausgeglichen werden. Viele Analysten und die IEA gehen davon aus, dass sich die chinesische Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte erholen wird, so dass auch die Ölpreise steigen werden.
Ich bin nach wie vor skeptisch, ob die chinesische Wirtschaftstätigkeit in diesem Jahr so stark anziehen wird, wie es Analysten und Volkswirte prognostizieren. Sollte die chinesische Wirtschaftstätigkeit hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnten die Ölpreise unter der Marke von 80 USD pro Barrel bleiben.
Sollte sich die Inflation in den USA jedoch weiter abkühlen, könnten die Ölpreise im Herbst anziehen, und dann könnten auch die Benzinpreise zulegen. Händler sollten auf diese konkurrierenden Einflussfaktoren achten und darauf, wie sie in Zukunft zusammenwirken.
***
Offenlegung: Die Autorin hält keine Anlagen an den in diesem Bericht genannten Instrumenten.
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