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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 26.07.2012 - 17.00 Uhr

Veröffentlicht am 26.07.2012, 17:11
EZB-Chef Draghi deutet Anleihekäufe an - Finanzmärkte jubeln

LONDON/FRANKFURT - Deutliche Worte von EZB-Chef Mario Draghi heben die Stimmung an den Finanzmärkten - die Hoffnung auf Krisenhilfe durch die Notenbank treibt die Kurse. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) hat weitere Unterstützung für die Problemstaaten der Eurozone signalisiert. 'Die EZB wird im Rahmen ihres Mandats alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten', sagte Draghi bei einer Rede in London am Donnerstag. 'Und glauben Sie mir - es wird ausreichen.'

Athen ringt mit Troika um Einsparungen - Barroso trifft Samaras

ATHEN - Mit einem Bündel noch härterer Sparmaßnahmen will die griechische Regierung die internationalen Geldgeber beruhigen. Es geht um Einsparungen in Höhe von mehr als 11,5 Milliarden Euro für die kommenden zwei Jahre. Am härtesten dürften diese Maßnahmen abermals die Rentner treffen. Übereinstimmenden Medieninformationen zufolge soll es künftig in Griechenland keine Renten mehr geben, die 2.200 Euro übertreffen. 'Wer viel verdient, muss mehr bezahlen', sagte ein hoher Funktionär des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag.

USA: Auftragseingang langlebiger Güter steigt deutlich stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA haben die Aufträge für langlebige Güter im Juni dank eines Anstiegs bei Transportaufträgen deutlich stärker zugelegt als erwartet. Die gesamten Aufträge seien im Monatsvergleich um 1,6 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten zuvor lediglich einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Aufträge um revidierte 1,6 Prozent (zunächst: 1,1%) gestiegen.

USA: Schwebende Hausverkäufe fallen überraschend

WASHINGTON - In den USA haben sich die noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe im Juni deutlich schwächer als erwartet entwickelt. Im Monatsvergleich ging die Zahl um 1,4 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten dagegen mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die schwebenden Hausverkäufe noch um abwärtsrevidierte 5,4 (zunächst 5,9) Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich stiegen die Hausverkäufe im Juni den Angaben zufolge um 8,4 Prozent.

Griechen und Spanier nehmen weiter Geld von Bankkonten

FRANKFURT - In den Euro-Krisenstaaten Spanien und Griechenland nehmen Bankkunden weiter Geld von ihren Konten. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Statistik der Europäischen Zentralbank (EZB) verringerten im Juni vor allem in Griechenland Privatkunden und Unternehmen ihre Guthaben im Zuge der Euro-Schuldenkrise. Den Angaben zufolge gingen die Einlagen bei den Banken des Landes um etwa sieben Milliarden Euro auf 156,2 Milliarden Euro zurück.

Verband: Getreidepreise explodiert - Brot wird teurer

BONN - Wegen extrem hoher Getreidepreise werden nach Einschätzung des Verbands Deutscher Mühlen Brot und Brötchen teurer. Zum Start der Getreideernte in Deutschland seien die Preise an deutschen Produktbörsen auf Rekordniveau. Weltweit deckten die Ernten nicht mehr die ständig steigende Nachfrage nach Getreide. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Manfred Weizbauer, rechnet nicht damit, dass sich die Situation mit Beginn der deutschen Ernte deutlich entspannt. 'Mehl, Brot und Brötchen müssen teurer werden', stellte Weizbauer am Donnerstag in Bonn als Konsequenz fest.

HSH Nordbank nimmt schlechteren Moody's-Ausblick gelassen auf

HAMBURG - Die HSH Nordbank hat auf die Herabstufung des Rating-Ausblicks der US-Agentur Moody's gelassen reagiert. Das aktuelle Langfrist-Rating sei davon nicht berührt, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Die Veränderung des Ausblicks habe keine Auswirkung auf die Refinanzierung, ergänzte sie. Die Ratingagentur hatte am Vortag den Ausblick von 17 Geldinstituten von 'stabil' auf 'negativ' gesenkt. Ein derartiger Schritt kann die Vorstufe für die Senkung eines Ratings - der Bonitätsnote - sein. Betroffen sind vor allem Landesbanken, darunter sind Institute wie die LBBW, die BayernLB und die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sinken stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker als erwartet gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche sei die Zahl um 35.000 auf 353.000 Anträge gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten zuvor mit 380.000 Anträgen gerechnet. Zudem wurde der Vorwochenwert leicht von 386.000 auf 388.000 Anträge nach oben revidiert.

Söder: Griechenland muss aus der Euro-Zone raus

'Wenn wir jetzt nicht an Griechenland ein klares Exempel statuieren, also zu sagen, wer nicht die Reformen erfüllt, der muss dann auch raus aus der Euro-Zone, dann ist die ganze Euro-Zone nichts anderes mehr als eine große Umverteilungsgemeinschaft', sagte Söder. Er betonte: 'Eine Euro-Zone ist nur dann dauerhaft international stabil, wenn sie mit starken Partnern zusammen ist und nicht dauernd mit schwachen.'

Staatsfinanzierung - Belgischer Außenminister will EZB-Mandat ändern

FRANKFURT - Es ist das ultimative geldpolitische Tabu in der Eurozone: Soll die Europäische Zentralbank (EZB) Krisenländer bei der Staatsfinanzierung unterstützen? Genau das soll der belgische Außenminister Didier Reynders nun angeregt haben, wie die britische 'Financial Times' (FT) am Donnerstag berichtet. 'Wenn es für die EZB möglich ist, Banken zu einem Zinssatz von einem Prozent zu finanzieren - warum sollte das nicht auch für Investitionen und einige Staaten gelten?', habe Reynders in einem Interview mit einer kleinen Gruppe von Journalisten gesagt. Das hohe Zinsniveau sei für die Euro-Krisenstaaten nicht durchzuhalten und kurzfristig könne nur die EZB helfen, so Reynders, der im vergangenen Jahr als dienstältester Finanzminister in der Eurozone ins belgische Außenministerium gewechselt war.

Kreditvergabe im Euroraum bleibt schwach

FRANKFURT - Die schwache Konjunktur im Euroraum lastet nach wie vor auf der Kreditvergabe der Banken: Im Juni ging das Kreditvolumen zum zweiten Mal in Folge zurück. Im Jahresvergleich sank die Kreditvergabe an den privaten Sektor um 0,2 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Mai war die Rate mit minus 0,1 Prozent erstmals seit langem in den roten Bereich abgetaucht. Unterdessen wuchs die Geldmenge zuletzt etwas stärker.

EZB: Geldmenge wächst stärker - Kreditvolumen weiter rückläufig

FRANKFURT - Im Euroraum hat sich das Wachstum der Geldmenge im Juni beschleunigt, die Kreditvergabe der Banken ging hingegen abermals zurück. Die Geldmenge M3 stieg im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Mai hatte die Rate bei korrigiert 3,1 (zunächst 2,9) Prozent gelegen. Experten hatten für Juni eine Rate von 2,9 Prozent erwartet. Im aussagekräftigeren Dreimonatszeitraum (April bis Juni) stieg das Aggregat M3 um 3,0 Prozent. Auch in dieser Abgrenzung war das Wachstum stärker als im Vormonat und als Experten erwartet hatten.

Italien: Einzelhandelsumsatz sinkt nicht so stark wie befürchtet

ROM - Im italienischen Einzelhandel sind die Erlöse im Mai nicht so stark wie befürchtet gesunken. Die Umsätze gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent zurück, wie die Italienische Statistikbehörde Istat am Donnerstag in Rom mitteilte. Am Markt wurde für Mai ein Minus von 4,7 Prozent erwartet. Im Vormonat hatte die Behörde noch einen Einbruch um 6,8 Prozent und damit den stärksten jemals gemessenen Rückgang gemeldet. Auch im Monatsvergleich war der Rückgang im Mai mit 0,2 Prozent nicht so stark wie erwartet. Ökonomen hatten mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet.

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