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ARK Innovation ETF: Cathie Wood, gefallene Starinvestorin

Veröffentlicht am 29.12.2022, 09:27
© Reuters
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Investing.com - Dem ARK Innovation Fund der US-Investorin Cathie Wood, dessen Kurs sich während der Pandemie mehr als verdoppelt hat, droht 2022 der letzte Platz auf der Performanceliste aller US-Fonds. Die Gründe: Die galoppierende Inflation und höhere Zinsen haben den Appetit der Investoren auf sogenannte Growth-Aktien gedämpft.

Die Bewertungen vieler Growth-Titel, hauptsächlich Tech-Titel (NYSE:XLK), fußen meist nicht auf Fundamentaldaten, sondern auf Wachstumsversprechen in ferner Zukunft. Ein Großteil der Cashflows wird hier erst in vielen Jahren erwartet. Steigen die Zinserwartungen, müssen die künftigen Gewinne mit einem höheren Zinssatz abdiskontiert werden. Daraus resultieren eine niedrigere Bewertung und niedrigere Aktienkurse.

Der ARK Innovation ETF (NYSE:ARKK), der primär in Wachstumswerte investiert, hat im bisherigen Jahresverlauf rund 69 % an Wert eingebüßt, mehr als das Dreifache des S&P 500 Index. Damit landet der ARK Innovation Fund laut Morningstar-Ranking vom 16. Dezember auf dem letzten Platz aller 537 US-Mid-Cap Growth-Fonds und gehört zu den Schlusslichtern aller von der Fondsgesellschaft beobachteten US-Aktienfonds, wie Reuters berichtet.

ARK Fonds in der Übersicht

"Portfoliomanager haben sich in diesem Jahr in Bezug auf die Inflation geirrt, und man kann auch sagen, dass die Fed sich in Bezug auf die Inflation geirrt hat", so Brian Jacobsen, leitender Anlagestratege bei Allspring Global Investments.

Von allen 3.552 aktiv gemanagten US-Aktienfonds, die von Morningstar unter die Lupe genommen wurden, belegt der von Wood aufgelegte Fonds Platz 3.544. Zum Vergleich: Am schlechtesten schnitt in diesem Jahr der Voya Russia Fund ab, der bislang in diesem Jahr 92 % verloren hat.

Die im ARKK-ETF enthaltenen Top-Positionen wie Zoom Video Communications (NASDAQ:ZM), Tesla (NASDAQ:TSLA) und Block (vormals Square (NYSE: SQ)) haben in diesem Jahr allesamt mehr als 60 % ihres Wertes verloren; Teladoc Health (NYSE:TDOC) und Roku (NASDAQ:ROKU) sind beide um über 70 % abgestürzt. Jede einzelne Aktie aus dem Kreis der zehn größten Beteiligungen des Fonds hat in diesem Jahr bisher 30 % oder mehr verloren.

Die während der Corona-Pandemie gefeierte Fondsmanagerin wurde wohl ebenfalls von der Hartnäckigkeit der Inflation überrascht. Denn erst kürzlich bezeichnete sie die Deflation als das wahre Risiko für die Märkte im kommenden Jahr. Erst im September kritisierte sie den aggressivsten Zinserhöhungszyklus der Fed seit den 1980er Jahren. Sie sieht darin einen "schweren Fehler" der US-Notenbank. Im Dezember meinte sie, dass sich die US-Wirtschaft "das ganze Jahr über" in einer Rezession befunden habe.

Die Verbraucherpreise kletterten zur Jahresmitte auf den höchsten Stand seit vier Jahrzehnten, bevor sie sich in den letzten Monaten wieder etwas abschwächten. Obwohl die US-Wirtschaft zu Beginn des Jahres eine technische Rezession durchlief, meldete sie sich im dritten Quartal mit einem auf das Jahr hochgerechneten Wachstum von 3,2 % zurück.

Einige Experten rechnen aufgrund der Verschärfung der monetären Bedingungen mit einer Rezession im Frühjahr 2023. Die Fed will die US-Wirtschaft mit aggressiven Zinserhöhungen abkühlen, um die Inflation auf ein für sie erträgliches Niveau zu bringen.

Der Talfahrt an den Märkten konnten sich die Aktienanleger in diesem Jahr kaum entziehen. Freilich gab es einige Investmentstile, mit denen weniger Verluste gemacht wurden. Per Saldo hat aber jeder der von Investing.com beobachteten Stile kurz vor Jahresende ein Minus eingebracht.

Investmentstile via ETF Proxies

Am verlustträchtigsten waren Engagements im Growth-Sektor. So hat der S&P 500 Growth Index (NYSE:IVW) seit Jahresbeginn über 31 % an Wert verloren. Investitionen in High-Beta-Aktien (NYSE:SPHB) wie Etsy (NASDAQ:ETSY), Nvidia (NASDAQ:NVDA), AMD (NASDAQ:AMD) und Caesars Entertainment (NASDAQ:CZR) bescherten Investoren ein Minus von 23,45 %. Sogar die Anlage in Qualitätsaktien (NYSE:QUAL), zu denen iShares Unternehmen zählt, die eine hohe Eigenkapitalrendite, ein stabiles jährliches Gewinnwachstum und einen geringen Verschuldungsgrad aufweisen, zahlte sich nicht aus (-22,67 % seit Jahresbeginn).

Stilrichtungen, die sich auf Dividenden- (NYSE:VYM) und Value-Werte (NYSE:IVE) konzentrieren, hielten sich vergleichsweise gut und mussten nur geringe Rückgänge von -4,16 % bzw. 8,68 % hinnehmen.

Für das kommende Jahr sollten Anleger deshalb einen genauen Blick auf die Bereiche des Marktes werfen, die 2022 besonders hart unter die Räder gekommen sind. Hier könnten sich im Laufe des Jahres 2023 größere Chancen ergeben.

von Robert Zach

Investing.com/Reuters

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