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Fulminanter Ölpreis-Anstieg: OPEC+ hält an Förderplänen fest. Was kommt als Nächstes?

Von Ellen R. Wald, Ph.D.Rohstoffe08.10.2021 12:30
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Fulminanter Ölpreis-Anstieg: OPEC+ hält an Förderplänen fest. Was kommt als Nächstes?
Von Ellen R. Wald, Ph.D.   |  08.10.2021 12:30
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Die OPEC+ beschloss am Montag in einer kurzen Sitzung, ihre Produktionspläne für den Monat November nicht zu ändern. Und das, obwohl die explodierenden Preise für Öl und Gas Europa und Asien erschüttern.

WTI Crude Chart
WTI Crude Chart

Schon vor dem Treffen am Montag waren die Ölpreise seit Mitte August aus verschiedenen Gründen gestiegen, die wir bereits in der Vergangenheit in dieser Kolumne mehrfach diskutiert haben.

Darüber hinaus wurde der Markt von neuen Befürchtungen beeinflusst, dass eine Erdgasknappheit in Europa und Asien in diesem Winter zu einer höheren Ölnachfrage führen wird, da Stromerzeuger ihre Kraftwerke möglicherweise von Gas auf Heizöl oder andere Erdölprodukte umstellen werden.

Im Vorfeld der OPEC+-Sitzung berichtete Reuters, dass das Ölkartell erwägen könnte, seine geplante Produktionssteigerung im November zu verdoppeln. Der OPEC+-Plan sah eine monatliche Erhöhung um 400.000 bpd vor, aber einige OPEC+-Delegierte deuteten an, dass die Gruppe eine Erhöhung der Ölproduktion um 800.000 bpd im November in Betracht ziehen und im Gegenzug auf eine Anhebung im Dezember verzichten könnte.

Letztlich hielten die Ölexporteure jedoch einfach an ihren ursprünglichen Plänen für die Erhöhung um 400.000 bpd fest. Einige Analysten waren überrascht, dass die OPEC+ beschlossen hat, die Produktion nicht zu erhöhen, aber die Delegierten der OPEC+ zeigten sich besorgt, dass der Markt im Winter nicht so angespannt sein wird wie jetzt.

Dem gemeinsamen ministerialen Überwachungsausschuss (Joint Minister Monitoring Committee, JMMC) der OPEC+ zufolge werden die weltweiten Ölvorräte im ersten Quartal 2022 voraussichtlich steigen. Einige Delegierte äußerten ihre Besorgnis, dass eine neue Welle von Coronavirus-Ausbrüchen die Ölnachfrage in diesem Winter bedrohen könnte. Das nächste OPEC+-Treffen ist derzeit für den 4. November 2021 geplant.

3 Konsequenzen aus der Entscheidung zu Wochenbeginn

Erstens hat die OPEC+ die Preise nicht durch eine höhere als die bereits geplante Produktion gedrückt, so dass die Preise ohne eine solche Belastung weiter klettern können.

Zweitens wollen die OPEC+-Mitglieder von den höheren Preisen profitieren, fürchten aber auch, dass diese Gewinne wieder dahinschmelzen. Saudi-Arabien und Russland sind besonders besorgt über eine Neuauflage der Marktsituation aus 2018, als der Preis für Brent von 85 US-Dollar pro Barrel im Oktober auf 50 US-Dollar pro Barrel im Dezember fiel, nachdem die OPEC+ die Produktion auf Wunsch der Trump-Regierung erhöht hatte.

Drittens weiß die OPEC+, dass sie in nur einem Monat eine Neubewertung der Lage am Ölmarkt durchführen kann, so dass die zuletzt getroffene Entscheidung nur vorübergehender Natur ist.

Was ist vom Treffen im nächsten Monat zu erwarten?

Vieles hängt davon ab, wie sich das Ölangebot und die Nachfrage bis dahin entwickeln. Sollten sich die höheren Preise im nächsten Monat stabilisieren, insbesondere in der Nähe der 80-Dollar-Marke pro Barrel, dürfte der Drang der OPEC+-Mitglieder zunehmen, diese höheren Preise auszunutzen und mehr Erdöl für noch höhere Einnahmen zu verkaufen.

Wenn sich die Anzeichen mehren, dass die Produktion der Nicht-OPEC+-Produzenten (insbesondere der USA) zunimmt oder in Zukunft zunehmen wird, könnte die OPEC+ ebenfalls ihre Produktion erhöhen wollen, um die Preise und damit das Wachstum der Nicht-OPEC+-Produktion zu bremsen. Um den Anstieg der US-Produktion zu überwachen und zu verstehen, sollten Händler auf Nachrichten über Investitionen in US-Schieferöl achten und auch die Zahl der aktiven Bohranlagen im Auge behalten. Aus verschiedenen Gründen, die hier und hier erörtert wurden, werden derzeit jedoch keine neuen größeren Investitionen in US-Schieferöl erwartet.

Sollten die Preise im nächsten Monat zurückgehen, dürfte die OPEC+ ihre geplanten Produktionssteigerungen von 400 000 bpd pro Monat fortsetzen, was für sie optimal erscheint.

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