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Netflix-Aktie: Muss man sich Sorgen machen?

Von Investing.com (Haris Anwar/Investing.com)Aktienmärkte11.01.2021 15:02
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Netflix-Aktie: Muss man sich Sorgen machen?
Von Investing.com (Haris Anwar/Investing.com)   |  11.01.2021 15:02
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Die FAANG-Gruppe bescherte ihren Anlegern im Jahr 2020 satte Renditen. Die Tech-Gruppe, zu der unter anderem Facebook (NASDAQ:FB), Amazon. com (NASDAQ:AMZN), Apple (NASDAQ:AAPL), Netflix (NASDAQ:NFLX) und Alphabet (NASDAQ:GOOGL) gehören, profitierte immens von der COVID-19-Pandemie, da viele Menschen wegen des Virus kaum noch ausgingen und stattdessen mit ihren Geräten online einkauften, arbeiteten und sich unterhalten ließen.

Allein im vergangenen Jahr legte Facebook um 35% zu, Amazon um 78%, Apple um 86%, Netflix um 61% und Googles Mutter Alphabet um 32%. Zu Beginn des Jahres 2021 fragen sich die Anleger, ob diese Lockdown-Wetten in diesem Jahr ähnliche oder sogar bessere Renditen wie im letzten Jahr bringen werden.

Aus dieser fünfköpfigen Börsengruppe analysieren wir heute Netflix - ein absoluter Überflieger während der Pandemie, der nun mit einer ganz besonderen Konkurrenz zu kämpfen hat.

Lässt die Attraktivität der beliebten Stubenhockeraktie nach?

Netflix zählte zu einer der stärksten Aktien im Jahr 2020. Das Unternehmen und sein Aktienkurs profitierten von den Ausgangssperren, die die Nachfrage nach dem Streaming-Service antrieben. Die Aktie stieg bis Mitte Oktober um etwa 90% gegenüber dem Tief vom 16. März.

NFLX Weekly TTM
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In den letzten drei Monaten ging dieser Rallye jedoch die Puste aus, als der Hauptkonkurrent des Unternehmens, Disney (NYSE:DIS), im Streaming-Kampf erheblich an Boden gewann.

Innerhalb eines Jahres seit seiner Einführung hat der Streaming-Dienst von DIS, Disney+, mehr als 80 Millionen zahlende Abonnenten gewonnen. Dies ist ein deutlicher Sprung gegenüber den 57,5 Millionen im Sommerquartal, während Netflix im September 195 Millionen Abonnenten hatte.

Diese Erfolge von Disney+ kamen zu einer Zeit, in der Netflix eine Verlangsamung seines Abonnentenwachstums meldete. Netflix gab im Oktober bekannt, dass es im dritten Quartal netto 2,2 Millionen Abonnenten hinzugefügt hat, was unter seiner Prognose vom Juli von 2,5 Millionen neuen Abonnements für den Zeitraum lag.

Aber Disney+ ist nicht das einzige Problem für Netflix. Die WarnerMedia-Sparte von AT&T (NYSE:T) befindet sich mitten in einer ähnlichen Umstrukturierung, in der sie sich auf ihre neue HBO Max-Streaming-Plattform konzentriert. Außerdem richtet NBCUniversal von Comcast (NASDAQ:CMCSA) seine Unterhaltungsaktivitäten neu aus, um seinem neuen Peacock-Streamingdienst den Vorrang einzuräumen.

Negative Cashflows

Abgesehen von der zunehmenden Konkurrenz ist Netflix in der FAANG-Gruppe anfälliger als der Rest. Grund dafür sind die knappen Cash-Reserven des Unternehmen. Da der Service viel Geld für die Entwicklung exklusiver Shows und die Eroberung internationaler Märkte verschlingt, verbrennt Netflix jedes Quartal viel Geld.

Um die Cash-Position zu verbessern, hat Netflix im letzten Quartal die Preise für seinen beliebtesten Plan angehoben, das zweite Mal in ebenso vielen Jahren. Der Schritt könnte sich in einem Umfeld, in dem Menschen ihre Arbeit verlieren und der Wettbewerb schärfer wird, als kontraproduktiv erweisen. In der Vergangenheit haben Netflix-Preiserhöhungen zu einer Verlangsamung des Abonnentenwachstums geführt, insbesondere auf dem reiferen US-Markt.

Der Benchmark-Analyst Matthew Harrigan äußerte letzte Woche ähnliche Bedenken in seiner Notiz und warnte davor, dass sich das Abonnentenwachstum im Jahr 2021 verlangsamen könnte:

"Die Trading-Korrelation zwischen Netflix und anderen prominenten NASDAQ 100- und FAAMG-Namen ist nun offenkundig zusammengebrochen. 1) Das Vertrauen in die Vormachtstellung des Streaminganbieters lässt etwas nach und das, 2) obwohl die Stubenhockeraktien ähnlich handeln könnten wie 2020, weil man sich Sorgen darüber macht, wie sich Mutationen des Virus in Großbritannien und Südafrika auf die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen Covid-19 auswirken könnten."

Sein 12-Monats-Kursziel für Netflix-Aktien liegt bei 412 USD und damit etwa 20% unter dem aktuellen Niveau.

Fazit

Die Attraktivität von Netflix während der Ausgangssperren machten es zu einer der besten Mega-Caps und Tech-Aktien im Jahr 2020. Da die Konkurrenz jedoch immer größer wird, muss das Unternehmen zeigen, dass es weiterhin die erste Wahl im Streamingbereich ist und dass es gut positioniert ist, um sein Revier zu verteidigen.

In Erwartung einer solchen Entwicklung scheinen die Investoren zunächst an die Seitenlinie zu treten.

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