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Laufen Bitcoin-ETFs dem Gold endgültig den Rang ab?

Veröffentlicht am 05.03.2024, 16:03
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Das Schicksal von Bitcoin und Gold stand letzte Woche ganz oben auf der Agenda der 2024 Investment U Conference in Ojai, Kalifornien, bei der ich die Ehre hatte, einen Vortrag zu halten. Es kursierte das Gerücht, der Bitcoin-Kursanstieg sei dadurch ausgelöst worden, dass ein großes Finanzinstitut einigen seiner vermögenden Kunden eine Gewichtung von 2 bis 3 % empfohlen habe. Ich kann das nicht bestätigen, aber es wird berichtet, dass die Bank of America (NYSE:BAC) und Wells Fargo (NYSE:WFC) nun Bitcoin-ETFs für bestimmte Kunden der Vermögensverwaltung anbieten und sich damit Charles Schwab, Robinhood und anderen Fondsmanagern anschließen.

Bitcoin ist im Februar um mehr als 45 % gestiegen, wobei etwa die Hälfte dieser Gewinne in der letzten Woche erzielt wurde, als die Nachfrage nach den lang erwarteten Bitcoin-Spot-ETFs fieberhaft anstieg. Allein am Mittwoch belief sich das tägliche Handelsvolumen der zehn ETFs auf atemberaubende 7,7 Milliarden Dollar, angetrieben von institutioneller Spekulation und gehebelten Wetten, die den Preis des zugrunde liegenden Vermögenswerts auf Rekordhöhen trieben.

Handelsvolumen von BTC ETFs

Bemerkenswert ist, dass der Gesamtwert der Bestände in den US-amerikanischen Bitcoin-ETFs am 29. Februar etwa die Hälfte des Wertes aller bekannten Gold-ETFs betrug. In den seit Januar gehandelten Bitcoin-ETFs befanden sich 43,2 Mrd. USD, in den Gold-ETFs 92,3 Mrd. USD.

Gold vs. Bitcoin ETFs

Die atemlose Aufholjagd der Kryptowährung gegenüber Gold spiegelt sich in dem dramatischen Stimmungsunterschied wider, der die beiden Assets derzeit kennzeichnet. Das Stimmungsbarometer Crypto Fear and Greed Index von CoinStats zeigt derzeit Extreme Greed an, während sich der Gold Fear and Greed Index von JM Bullion im neutralen Bereich bewegt.

Die Geschichte von zwei Assets: Risiko und Belohnung

Ich empfehle bekanntlich die goldene 10-Prozent-Regel, bei der 5 % in physischem Gold (Barren und Münzen) und die anderen 5 % in hochwertigen Goldminenaktien, Investmentfonds und ETFs angelegt werden. Meiner Meinung nach eignet sich diese Gewichtung für die meisten Anleger, die eine nicht korrelierte Anlage suchen, insbesondere aber für konservative Investoren, die möglicherweise keinen langfristigen Anlagehorizont haben.

Für Marktteilnehmer mit einem längeren Zeithorizont oder einer größeren Risikobereitschaft bietet sich Bitcoin an, dessen Volatilität etwa achtmal höher ist als die seines analogen Cousins Gold. Während die 10-Tage-Standardabweichung für das Edelmetall bei ±3 % liegt, beläuft sich die von Bitcoin auf ±25 %.

Auch wenn es dafür keine Garantien gibt - ein größeres Risiko kann auch eine größere Belohnung bedeuten. Im Sechsmonatszeitraum bis Ende Februar hat sich der Preis von Bitcoin mehr als verdoppelt und ist um fast 130 % gestiegen. Im gleichen Zeitraum stieg der Goldpreis um etwas mehr als 5 %, während die großen Goldminenaktien, gemessen am NYSE Arca Gold Miners Index, 9 % einbüßten.

Performance von Bitcoin vs. Gold

Es ist unklar, ob der Run auf Bitcoin Geldströme von Gold abzieht, aber es scheint eine gewisse Diskrepanz zwischen der Preisentwicklung von Gold und den Investitionsniveaus zu geben. In der Vergangenheit handelten der Goldpreis und die Bestände in goldunterlegten ETFs parallel, ab 2023 begannen sich die beiden jedoch zu entkoppeln, wie Sie unten sehen können. Diese Entwicklung könnte durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden, wie z. B. Veränderungen der Anlegerstimmung, Geldpolitik, Portfoliogewichtungen, Währungsschwankungen und mehr.

Gold vs. goldgedeckte ETFs

Gold im Höhenflug, aber die meisten Minengesellschaften konnten ihren freien Cashflow nicht steigern

Die Analysten von U.S. Global Investors haben einen Korb von 85 Goldminenaktien untersucht und festgestellt, dass sich die finanziellen Bedingungen für die Branche im Jahr 2023 im Allgemeinen verschlechtert haben, obwohl Gold ein relativ gutes Jahr hatte und um mehr als 13 % gestiegen ist.

Unsere Analyse zeigt, dass von diesen 85 Titeln nur 47 bzw. 55 % des Aktienkorbs zum 31. Dezember 2023 eine positive Free-Cashflow-Rendite (FCF) aufwiesen. Hier hat sich im Vergleich zum Vorjahr, als 48 Goldproduzenten einen positiven FCF auswiesen, kaum etwas verändert.

Die gleichen beunruhigenden Ergebnisse zeigen sich, wenn wir das Umsatzwachstum mit der Entwicklung des Goldpreises verglichen. Im Dezember 2022 wiesen 23 von 85 Goldminenunternehmen einen positiven FCF sowie ein Umsatzwachstum auf, das über die letzten 12 Monate (TTM) über dem des beliebten Metalls lag; ein Jahr später war diese Zahl auf 10 gesunken, was nur etwa 12 % des Aktienkorbs entspricht.

Das bedeutet, dass weniger als einer von 10 Goldminenbetreibern eine Verbesserung der finanziellen Bedingungen verzeichnen konnte - und das in einem Jahr, in dem der Goldpreis gestiegen ist.

Nicht nur aus diesem Grund zeigen jüngere Anleger kein Interesse an Goldaktien, was für die Unternehmen sehr bedauerlich ist. Wir stehen vor dem größten Vermögenstransfer der Geschichte:In den nächsten 20 Jahren werden voraussichtlich 84 Billionen Dollar auf die Erben übergehen. Vielleicht sollten sich mehr Produzenten ein Beispiel an den Bitcoin-Minern nehmen und Gold in ihren Bilanzen halten.

Werden die Zentralbanken anfangen, Bitcoin zu kaufen?

Wie ich bereits an dieser Stelle erwähnt habe, haben einige Marktbeobachter, darunter auch unsere Firma, festgestellt, dass sich die treibende Kraft des Goldpreises in den letzten Monaten verschoben zu haben scheint. Jahrzehntelang stand das gelbe Metall in einem umgekehrten Verhältnis zu den Realzinsen - es stieg, wenn die Renditen fielen, und umgekehrt -, doch seit Beginn der Pandemie im Jahr 2020 gilt dieses Muster nicht mehr. In den 20 Jahren vor der Pandemie galt für Gold und die realen Zinssätze ein stark negativer Korrelationskoeffizient. Seitdem hat sich die Korrelation jedoch zum Positiven gewendet, und die beiden Assets bewegen sich nun meistens in dieselbe Richtung.

BMO Capital Markets kommentierte diese Entwicklung im Januar mit dem Argument, dass die Käufe der Zentralbanken die neue Triebfeder für den Goldpreis seien. Es ist schwer, diesen Standpunkt zu bestreiten. Finanzinstitute, vor allem in Schwellenländern, sind seit 2010 Nettokäufer des Metalls, um ihre Währungen zu stützen und sich vom USD wegzudiversifizieren.

Edward Snowden teilte letzte Woche seine Prognose für das Jahr 2024, dass eine nationale Regierung heimlich Bitcoin kauft, "den modernen Ersatz für Gold", so der ehemalige NSA-Whistleblower in einem Tweet.

Das wäre schon erstaunlich, obwohl ich darauf hinweisen sollte, dass die Regierung von El Salvador derzeit 2.381 Bitcoins in ihrer Staatskasse hält. Der Präsident Nayib Bukele sagt, dass diese Bestände nach dem jüngsten Kursanstieg um 40 % gestiegen sind und er dennoch nicht die Absicht hat, sie zu verkaufen. El Salvador und die Zentralafrikanische Republik (ZAR) sind bisher die einzigen beiden Länder, die Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt haben.

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