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Spannungsgeladen in die Sommerwochen

Veröffentlicht am 11.07.2023, 09:40
Aktualisiert 11.01.2024, 08:21
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Spannungsgeladen in die Sommerwochen

Die Spannung an den Aktienmärkten steigt, und das vor dem Sommerloch. Ich diskutiere, welche Richtung ich an den Aktienmärkten für die kommenden Wochen für wahrscheinlicher halte. Entsprechend könnte es sich lohnen, sich darauf vorzubereiten.

Die US-Arbeitslosenquote ist wie erwartet weiter auf 3,6% gesunken. Damit bestätigt sich die Befürchtung, dass der Aktienmarkt robuster ist, als die Fed sich das wünscht. Die Aktienmärkte verharren auf niedrigem Niveau.

Die positiven Konjunkturdaten sollten eigentlich zu einem steigenden Ölpreis führen. Energieaktien (NYSE:XLE), Finanztitel (NYSE:XLF) und Industrieunternehmen sollten von dieser Entwicklung profitieren. Doch genau diese Aktien leiden unter steigenden Zinsen. Somit wird eine positive Reaktion der Aktienmärkte auf die Konjunkturdaten im Keim erstickt.

Auf der anderen Seite sind die Gewinner der vergangenen Monate. Hier haben Anleger die Befürchtung, dass die Kurse zu weit gelaufen sein könnten. Die Shop Apotheke (ETR:RDC) und Morphosys (ETR:MORG) haben sich in diesem Jahr bereits mehr als verdoppelt. Gerresheimer (ETR:GXIG), SMA Solar (ETR:S92G), Hypoport (ETR:HYQGn) und Süss MicroTec konnten bereits mehr als 50% zulegen. Da fehlt Anlegern der Mut, diese Aktien weiter nach oben zu jubeln.

Somit halte ich einen Ausbruch nach oben für sehr schwer machbar. Auf der Unterseite hingegen fehlt die Unterstützung der Privatanleger, nachdem diese ihre Absicherungspositionen aufgelöst haben. Gleichzeitig haben institutionelle Anleger ihre Absicherungen auf dem aktuell niedrigen Niveau nochmals nachgeladen, somit wird auch von diesen Anleger erst einmal keine Unterstützung zu erwarten sein, bis die Kurse deutlich tiefer notieren. Details zur Sentimentanalyse gibt es in der aktuellen Heibel-Ticker Ausgabe in Kapitel 3 siehe https://www.heibel-ticker.de/heibel_tickers/2104#ch3.

In meinen Augen deutet daher vieles auf eine Sommerkorrektur hin. Wir haben unsere Cash-Position auf 19% hochgefahren und ich würde mich freuen, wenn wir zu niedrigeren Kursen ein paar Käufe tätigen könnten.

Natürlich bin ich mir nicht sicher, dass dieser Fall eintreten wird, andernfalls hätte ich unser Portfolio vollständig verkauft. Sollten die Kurse also schon bald wieder gen Norden drehen, segeln wir nur mit halber Kraft, aber immerhin segeln wir dann noch mit.

Grundsätzlich gehe ich weiterhin davon aus, dass wir im zweiten Halbjahr steigende Kurse sehen werden. Mag sein, dass die Erkenntnis darüber, dass mehr Zinserhöhungen notwendig sind, um die Inflation einzufangen, in den kommenden Wochen belastend wirkt. Doch auf der anderen Seite zeigt diese Situation, wie robust unsere Konjunktur derzeit ist. Für das zweite Halbjahr gehen viele Unternehmen von deutlich besseren Zahlen aus als im ersten Halbjahr. Daran wird auch ein höheres Zinsniveau so schnell nichts ändern.

Wir haben in den vergangenen Wochen ein paar Anpassungen vorgenommen: Positionen, die in den vergangenen Monaten zu groß geworden sind, haben wir zurückgestutzt. Unser Öl-Engagement haben wir deutlich zurück gefahren. Die Immobilienbranche könnte im kommenden Halbjahr zum Börsenstar avancieren, wir haben eine Aktie aus diesem Sektor als Spekulation ins Depot geholt.

Dennoch haben wir den KI-Zug weitgehend verpasst. Vielleicht gibt es ja in diesem Bereich in den kommenden Monaten Schnäppchen, die wir nutzen können. Ich habe Nvidia (NASDAQ:NVDA), Adobe (NASDAQ:ADBE), Microsoft (NASDAQ:MSFT) und auch Apple (NASDAQ:AAPL) im Blick und werde zu gegebener Zeit über Einstiegschancen berichten.

In den kommenden Wochen werden die US- und EU-Notenbanken den Leitzins nochmals erhöhen und ich gehe davon aus, dass auch diese Zinserhöhungen noch nicht die letzten sein werden. Die Notenbanken haben die Gefahr einer ausufernden Inflation erkannt und gehen nun konsequent dagegen vor. Diese Konsequenz, wenn sie in Interviews und Entscheidungen zutage tritt, wird Anleger immer wieder verschrecken.

Wir bleiben daher vorsichtig und warten auf Gelegenheiten, um Schnäppchen einzusammeln. Solange der DAX über 15.600 Punkten notiert, warte ich geduldig ab. Insbesondere werde ich auch auf die Sentimentindikatoren achten, die noch lange eine ausverkaufte Situation zeigen. Im Gegenteil, vor dem Hintergrund der 8 Monate anhaltenden Rallye sind die Sentimentwerte für meinen Geschmack noch zu optimistisch.

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