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Volkswagen überrascht mit 10 Milliarden Euro Gewinn

Veröffentlicht am 25.01.2021, 10:49
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Für den Volkswagen-Konzern ist es im vierten Quartal zwar weiter aufwärts gegangen. Mit der Erholung der Auslieferungen seien auch die Umsatzerlöse entsprechend "erheblich" gestiegen, teilte die Volkswagen (DE:VOWG) AG mit. Im Gesamtjahr sank der operative Gewinn aufgrund der Corona-Pandemie jedoch deutlich. Nach vorläufigen Zahlen ging der um Sonderposten (Dieselthematik) bereinigte operative Gewinn 2020 auf rund 10 Milliarden Euro zurück. Im Vorjahr hatte VW noch 19,3 Milliarden Euro verdient. Beim ausgewiesenen Netto-Cashflow im Automobilgeschäft hat der Konzern voraussichtlich rund 6 Milliarden Euro nach 10,8 Milliarden im Vorjahr erzielt. Im vierten Quartal habe sich der Cashflow "sehr positiv" entwickelt. Die vollständigen Kennzahlen für 2020 wird Volkswagen samt Ausblick Ende Februar veröffentlichen.

Aktien Schweiz

Am schweizerischen Aktienmarkt ist am Freitag nicht viel passiert. Der Leitindex bewegte sich in einer engen Spanne von etwas mehr als 50 Punkten. Immerhin konnten sich die Kurse von ihren Tagestiefs erholen. Das Phänomen der Zurückhaltung vor dem Wochenende sei in Corona-Zeiten ein bekanntes, hiess es. Der SMI gewann 0,2 Prozent auf 10.931 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursverlierer und acht -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 37,39 (zuvor: 33,71) Millionen Aktien. Dass der Leitindex ein knappes Plus ins Ziel rettete, lag an den Schwergewichten Nestle (SIX:NESN), Roche (SIX:RO) und Novartis (SIX:NOVN), die zwischen 0,5 und 0,7 Prozent zulegten. Ansonsten spielte sich das Geschehen zwischen 1,4-prozentigen Aufschlägen für Alcon und Verlusten von 1,6 Prozent für Swiss Re ab. Auch andere Finanzwerte wie Zurich Insurance (SIX:ZURN) und UBS (SIX:UBSG) neigten zur Schwäche. Unter den Nebenwerten gab es mehr Bewegung: Kudelski schossen nach einem positiven Zwischenbericht um 16,2 Prozent nach oben. BB Biotech (DE:BIONn) legten nach positiven Geschäftszahlen um 3,2 Prozent zu.

Aktien international

Europa

Die europäischen Aktienindizes schlossen am Freitag niedriger, angesichts der Sorgen vieler Anleger im Hinblick auf die Ausbreitung der Pandemie und die damit einhergehenden Verschärfungen der Restriktionen. Der Stoxx Europe 600 Index verlor 0,6 % auf 408,2 Punkte. Für die gesamte Woche stieg er um 0,2 %. In Paris sanken CAC 40 und SBF 120 am Freitag jeweils 0,6 %. In Frankfurt fiel der DAX 30 um 0,2 %, während der FTSE 100 in London 0,3 % verlor. Die Aktie von Maisons du Monde gab 4,6% nach. Auch die Fluggesellschaften verloren im Hinblick auf verlängerte und verschärfte Reisebeschränkungen an Wert. Air France-KLM fiel 2,5%. In London gingen EasyJet um 3,3% sowie IAG, die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, um 3,4% zurück. Bei den Touristikunternehmen gab der Hotelkonzern Accor (PA:ACCP) um 4,8% nach, während TUI (DE:TUIGn), Europas führender Reiseveranstalter, in London 16,7% verlor. Der Industriekonzern Siemens (DE:SIEGn) (+7,3%) veröffentlichte vorläufige Ergebnisse für das erste Quartal seines Geschäftsjahres 2020-2021, die über den Erwartungen lagen.

USA

Nach der jüngsten Rekordjagd hatten sich die Anleger an der Wall Street am Freitag auf Gewinnmitnahmen verlegt. Bereits am Tag zuvor war erkennbar gewesen, dass die Neigung, Gewinne einzustreichen, sehr ausgeprägt ist, nachdem Dow & Co Rekordstände markiert hatten. Der Dow-Jones-Index verlor 0,6 Prozent auf 30.997 Punkte. Der S&P-500 sank um 0,3 Prozent, der Nasdaq-Composite rettete einen Aufschlag von 0,1 Prozent ins Ziel. Positive Konjunkturdaten verhinderten ein deutlicheres Abrutschen des Aktienmarktes. Belastet wurde der Dow von den Talfahrten bei Intel und IBM (NYSE:IBM): Die Intel-Aktie (NASDAQ:INTC) stürzte um 9,3 Prozent ab - IBM brachen um 9,9 Prozent ein. Gerade der Technologiesektor war zuletzt gut gelaufen. Die Aktien von Gamestop schossen um weitere satte 51,1 Prozent empor. Die Titel des Einzelhändlers für Videospiele schickten sich an, die höchsten Monatsaufschläge aller Zeiten einzufahren. Aktuell hat der Wert bereits 220 Prozent zugelegt. Der historische Kursanstieg wurde mit einer Flut von Marktteilnehmern erklärt, die den Wert auf der beliebten sozialen Plattform Reddit nach jubelten.

Asien

An den asiatischen Börsen herrscht am Montag im späten Verlauf Optimismus, festzumachen an überwiegend steigenden Kursen. Der Nikkei-225 in Tokio steigt um 0,4 Prozent auf 28.736 Punkte. In China steigen die Kurse deutlicher: Der Schanghai-Composite liegt 0,7 Prozent im Plus, der HSI in Hongkong gewinnt gar über 2 Prozent und erholt sich damit von den jüngsten Verlusten. Neben Hongkong zeigt sich auch der Kospi in Südkorea sehr fest mit einem Aufschlag von über 2 Prozent.

Anleihen

Am US-Rentenmarkt stiegen die Notierungen mit den Zweifeln an Bidens Fiskalpaket. Auch wurden mahnende Worte zur Entwicklung der globalen Konjunktur laut. Die Anleihen holten damit einen Teil ihrer jüngsten Verluste wieder auf. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gab um 2,7 Basispunkte auf 1,08 Prozent nach. 

Analysen

Warburg erhöht Fabasoft-Ziel auf 58 (52) EUR - Buy
LBBW erhöht Volkswagen-Ziel auf 195 (157) EUR - Buy
UBS erhöht Siemens-Ziel auf 135 (124) EUR - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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