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Wirtschaftskalender: Fünf Dinge, die für Anleger diese Woche wichtig werden

Wirtschaft 17.04.2022 14:34
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© Reuters

Von Noreen Burke

Investing.com -- Die Berichtssaison nimmt in der kommenden Handelswoche so richtig Fahrt auf, doch Sorgen über die anhaltend hohe Inflation, eine restriktive Federal Reserve und die unerträgliche Ungewissheit über den Krieg in der Ukraine dürften weiterhin die Stimmung an den Börsen bestimmen. Am Donnerstag dürften die Marktteilnehmer den letzten öffentlichen Auftritt des Fed-Chefs Jerome Powell vor der Fed-Sitzung im Mai ganz genau verfolgen. Die Ölpreise bleiben nach Berichten, wonach die Europäische Union ein stufenweises Verbot russischer Öleinfuhren erwägt, weiterhin ein Thema. Hier die wichtigsten Themen für den Start in die neue Handelswoche.

1. Powell Rede

Fed-Chef Jerome Powell spricht am Donnerstag auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und nimmt anschließend gemeinsam mit der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, und anderen Zentralbankvertretern an einer Podiumsdiskussion zur Weltwirtschaft teil.

Die Fed erhöhte die Leitzinsen auf ihrer März-Sitzung um einen Viertelpunkt. Für Mai hat sie eine weitere Anhebung um einen halben Prozentpunkt in Aussicht gestellt.

Viele Analysten und Investoren an der Wall Street glauben, dass die Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation nicht schnell genug gehandelt hat. Um den Rückstand aufzuholen, rechnen sie nun mit aggressiveren Leitzinserhöhungen seitens der Zentralbank.

Die Verbraucherpreise in den USA stiegen im März mit 8,5 % so schnell wie seit 1981 nicht mehr.

Neben Powell äußern sich auch andere Fed-Vertreter in dieser Woche zu dem Thema. Dazu gehören der Präsident der St. Louis Fed, James Bullard, der Chef der Chicago Fed Charles Evans und die Leiterin der San Francisco Fed Daly.

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2. Berichtssaison

Spannung verspricht auch die in der kommenden Woche an Fahrt aufnehmende US-Berichtssaison. Gleich mehrere Hochkaräter gewähren einen Blick in ihre Bilanzen, darunter der Gesundheitsriese Johnson & Johnson (NYSE:JNJ), der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (NYSE:PG), IBM (NYSE:IBM) und American Express (NYSE:AXP). Gespannt blicken die Marktteilnehmer auch auf die Zahlen des Streaming-Giganten Netflix (NASDAQ:NFLX) (mehr dazu hier) nach Börsenschluss am Dienstag und dem Elektroautohersteller Tesla (NASDAQ:TSLA) am Mittwoch, ebenfalls nach der Glocke.

Im Bankensektor stehen am Montag noch die Zahlen der Bank of America (NYSE:BAC) und der Bank of New York Mellon (NYSE:BK) an. Beide berichten vor Börseneröffnung.

Sollten die Unternehmensgewinne in den USA in diesem Jahr höher ausfallen als befürchtet, so könnte dies Banken, Reiseunternehmen und anderen Unternehmen, die von einer wachsenden Wirtschaft profitieren, sowie wachstumsstarken und technologieorientierten Unternehmen, die in den letzten zehn Jahren die Aktienkurse in die Höhe trieben, zugute kommen.

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3. US-Konjunkturdaten

Der US-Wirtschaftskalender bietet in der bevorstehenden Woche kaum relevante Termine, dafür aber mehrere Updates zum Häusermarkt. Am Dienstag stehen Daten zu den Baubeginnen und -genehmigungen auf dem Programm, am Mittwoch folgt ein Update zu den Bestandsimmobilienverkäufen.

Angesichts des rasanten Anstiegs der Hypothekenzinsen in den USA als Reaktion auf die höheren Marktzinsen dürften die Immobilienmarktdaten genau beobachtet werden.

Der wöchentliche Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung wird am Donnerstag veröffentlicht, ebenso wie der Philadelphia Fed Herstellungsindex. Am Freitag rücken dann die Daten für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in den Vordergrund.

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4. Ölpreise

Vor dem langen Osterwochenende legten die Ölpreise am Donnerstag zu, gestützt durch die Meldung, dass die EU ein stufenweises Einfuhrverbot für russisches Öl verhängen könnte. Durch die schrittweise Umsetzung soll Deutschland und anderen Ländern Zeit gegeben werden, alternative Lieferanten zu finden.

Das vorgeschlagene Verbot der EU wird erst nach der letzten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen am 24. April zur Debatte gestellt, um die Chancen von Präsident Emmanuel Macron auf eine Wiederwahl nicht zu gefährden.

Die EU hat seit der russischen Invasion in der Ukraine bereits fünf Sanktionsrunden gegen Russland verhängt, sieht sich aber dem Druck ihrer Verbündeten ausgesetzt, noch mehr zu tun. Doch ist die Staatengemeinschaft nicht ausreichend gerüstet, um die wirtschaftlichen Folgen des Embargos gegen ihren größten Öllieferanten zu bewältigen.

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5. Wirtschaftsdaten

China veröffentlicht am Montag BIP-Daten für das erste Quartal, doch dürften sich die Marktteilnehmer eher auf die März-Zahlen zu Einzelhandelsumsätzen, Anlageinvestitionen und Industrieproduktion konzentrieren, um einen besseren Eindruck davon zu erhalten, wie sich die Coronavirus-Lockdowns auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auswirken.

Am Donnerstag werden in der Eurozone die endgültigen Inflationsszahlen für März veröffentlicht. Diese werden voraussichtlich bestätigen, dass die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 7,5 % gestiegen sind, was den schnellsten Anstieg seit Beginn der Datenerfassung darstellt. Tags zuvor stehen die Daten zur Industrieproduktion für Februar an, die einen leichten Anstieg zeigen dürften.

Die PMI-Daten aus der Eurozone und dem Vereinigten Königreich rücken am Freitag in den Fokus. Sie dürften erste Hinweise auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geben. Am selben Tag gibt Großbritannien die März-Daten zu den Einzelhandelsumsätzen bekannt, die zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang erwarten lassen.

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- Mit Material von Reuters.

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Kommentare (1)
Monika Siegel
Monika Siegel 18.04.2022 8:13
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Hauptsache USA kauft weiter und noch mehr Öl aus Russland.
Sebastian Fleischer
Sebastian Fleischer 18.04.2022 8:13
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Die EU hat sich mit ihren Sanktionen weltweit isoliert und nicht Russland. Empathie geht immer nur soweit, wie der eigene Geldbeutel es zulässt.
 
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