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In Getreide und Nahrungsmittel investieren: Mit diesen 2 Agrar-ETFs klappt's

Von Investing.com (Tezcan Gecgil/Investing.com )ETFs09.04.2021 02:29
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In Getreide und Nahrungsmittel investieren: Mit diesen 2 Agrar-ETFs klappt's
Von Investing.com (Tezcan Gecgil/Investing.com )   |  09.04.2021 02:29
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Exchange Traded Funds (ETFs), die sich auf Agrarrohstoffe wie Getreide, Milchprodukte und Vieh spezialisieren, sind in den letzten Monaten zunehmend ins Blickfeld der Anleger gerückt. Wir haben schon in der Vergangenheit mehrere thematische Fonds (hier und hier) vorgestellt. Heute werden wir diese Diskussion auf zwei weitere Agrarfonds ausweiten.

Wie bei allen Rohstoffen wirken sich auch Angebot und Nachfrage sowie die Anbaukosten auf die Preise in der Landwirtschaft aus. Die Preise von Getreiden wie Mais, Sojabohnen und Weizen haben in letzter Zeit ihre höchsten Niveaus seit Jahren erreicht.

Aufgrund von Produktions- und Preisunsicherheiten in einem bestimmten Erntejahr spielen sowohl Hedger als auch Spekulanten in diesen Märkten eine entscheidende Rolle. Eine neue Studie unter der Leitung von Martin T. Bohl von der Crawford School of Public Policy in Australien ergab:

"Bei den meisten Agrarrohstoffen kommt die Mehrheit der Studien zu dem Schluss, dass die Terminmärkte den Preisfindungsprozess dominieren... Spekulanten stellen dem Markt Liquidität zur Verfügung und helfen den Hedgern, eine passende Gegenpartei für die Übertragung des Preisrisikos zu finden."

Eine Vielzahl von Anlegern tendiert dazu, einen Teil ihres Portfolios in Rohstoffen anzulegen, da diese bei der Diversifizierung helfen können.

1. Invesco DB Agriculture Fund

  • Aktueller Kurs: 17,13 USD
  • 52-Wochen-Spanne: 13,15 - 17,61 USD
  • Dividendenrendite: 1,51%
  • Kostenquote: 0,85% pro Jahr

Der Invesco DB Agriculture Fund (NYSE:DBA) ermöglicht es seinen Anteilseignern, in Warentermingeschäfte mit Agrarrohstoffen zu investieren. Der Fonds kam im Januar 2007 an die Börse und verwaltet rund 813 Millionen US-Dollar.

DBA, das den DBIQ Diversified Agriculture Index Excess Return™ abbildet, investiert derzeit in 10 Rohstoff-Futures. Sowohl der Index als auch der Fonds werden jährlich im November neu gewichtet.

Die aktuellen 10 Rohstofffutures sind: Mais (13,94%), Sojabohnen (13,91%), Zucker (12,24%), Lebendvieh (11,61%), Weizen (11,15%), Kaffee (10,76%), magere Schweine (10,03%), Kakao (9,99%), Mastrinder (3,76%) und Baumwolle (2,63%).

Im vergangenen Jahr hat der DBA eine Rendite von rund 25% erzielt und ist in diesem Jahr um rund 5,5% gestiegen. Ende Februar erreichte sein Kurs den höchsten Stand seit mehreren Jahren. Interessierte Anleger könnten bei Rückschlägen einen Kauf in Betracht ziehen. Uns spricht vor allem die Diversifikation des Fonds an.

Gleichwohl gilt: Investitionen in Terminkontrakte können auch über einen ETF sehr volatil sein. Daher sollten interessierte Anleger die Eignung eines Fonds wie DBA für ihre Portfolioziele genau untersuchen.

Anleger, die mehr über Konzepte wie "Rollover", "Contango" und "Backwardation" erfahren möchten, sollten sich einen unserer alten Artikel erneut zu Gemüte führen, in dem wir das typische Verhalten von Futures-Kontrakten erörtert haben. Um eine physische Lieferung zu vermeiden, müssen Händler regelmäßig von einem Terminkontrakt zu einem später fälligen Kontrakt überwechseln. Dabei erzielen sie entweder eine positive (in Backwardation-Märkten) oder eine negative (in Contango-Märkten) Roll-Rendite. Wenn sich ein Markt in einer Backwardation befindet, bedeutet dies normalerweise, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt.

2. Barclays (LON:BARC) iPath Bloomberg Livestock Subindex Total (PA:TOTF) Return

  • Aktueller Kurs: 39,44 USD
  • 52-Wochen-Spanne: 26,40 - 39,45 USD
  • Dividendenrendite: 1,51%
  • Kostenquote: 0,75% pro Jahr

Der iPath® Series B Bloomberg Livestock Subindex Total Return (NYSE:COW) ist eine Exchange Traded Note (ETN). Diese sind unbesicherte Schuldtitel, die von Finanzinstituten wie Barclays (NYSE:BCS) ausgegeben werden. Daher bergen solche Papiere ein Emittentenrisiko, d.h. investierte Anleger verlieren ihr Geld nicht nur wenn die zugrundeliegenden Anlagen Verlusten machen, sondern auch wenn die Gegenpartei Barclays in finanzielle Schwierigkeiten kommt, da ein ETN nicht dem Sondervermögen zugerechnet wird, sondern Teil der Haftungsmasse ist. Wir haben ETNs in diesem Artikel ausführlicher behandelt.

Die Termin- und Optionsmärkte für Lebendvieh an der CME-Börse umfassen Futterrinder, lebende Rinder und magere Schweine. COW investiert jedoch ausschließlich in Terminkontrakte für lebende Rinder (64,84%) und magere Schweine (35,16%). Der Referenzindex ist der Bloomberg Livestock Subindex. Die ETN kam im Oktober 2007 in den Handel. Das verwaltete Vermögen beläuft sich auf fast 25 Millionen US-Dollar.

Im November 1964 wurden lebende Rinder als erstes lebendes Vieh an einer Terminbörse gehandelt. Zuvor gab es dort nur Kontrakte auf lagerfähige Waren wie Zucker, Sojabohnen,Kupfer oder Öl. Seitdem wurden auch Terminkontrakte für Futterrinder und magere Schweine eingeführt. Rinder- und Schweinefleischproduzenten, Verarbeiter, Verbraucher, andere Absicherer und unabhängige Spekulanten nehmen jetzt an diesen liquiden Märkten teil.

Ein aktueller Bericht über die Branche betont:

"Agrarproduzenten verzeichnen jeden Tag höhere Kosten. Bei den Viehzüchtern steigen die Futterkosten um 30 bis 40%, die Düngemittelpreise haben sich fast verdoppelt. Arbeitskräfte sind Mangelware und schwer zu finden."

Und auch:

"Der Preis für magere Schweine hängt historisch von den Kosten für Viehfutter und von Änderungen des Wetters ab. Die gestiegene Nachfrage aus China und die Konkurrenz durch andere tierische Produkte spielen ebenfalls eine Rolle bei den Preisschwankungen."

China ist bei der Erzeugung und dem Verbrauch von Schweinefleisch führend. Krankheiten wie die Schweinepest aber auch Handelskriege haben erhebliche Auswirkungen auf den Preis.

Im vergangenen Jahr hat COW etwa 30% zugelegt und hat diesen Monat ein 52-Wochen-Hoch erreicht. Trotz der jüngsten Gewinne bei beiden Rohstoffen sind wir für dieses Marktsegment optimistisch und würden bei Preisrückschlägen einen Kauf in Betracht ziehen.

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Kommentare (1)
Rhaguvir Khan
Rhaguvir Khan 09.04.2021 12:08
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Spekulation mit Lebensmitteln ist unmoralisch und jeder, der das tut, ist ein Verbrecher.Ich kann nicht verstehen, die man Nachts noch schlafen kann, wenn man dazu aufruft Menschen zum Verhungern zu bringen.
 
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